Philadelphia (AP) Mit einem Sieg bei der Vorwahl in Pennsylvania hat Hillary Clinton ihre Chancen für die Präsidentschaftskandidatur der Demokratischen Partei gewahrt. Nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmen kam die New Yorker Senatorin auf 55 Prozent der Stimmen. Ihr Rivale Barack Obama erhielt 45 Prozent.
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«Das Blatt hat sich gewendet», sagte Clinton am Dienstagabend vor jubelnden Anhängern in Philadelphia. «Einige haben mich ausgezählt und mir gesagt, ich solle aufgeben. Aber das amerikanische Volk gibt nicht auf. Und es verdient einen Präsidenten, der auch nicht aufgibt.» Jetzt gebe es die Hoffnung, dass zum ersten Mal in der Geschichte der USA eine Frau ins Weiße Haus einziehe, sagte Clinton.
In der von Sorgen um die Wirtschaft geprägten Wahlentscheidung verdankte Clinton ihren Sieg vor allem den Weißen aus der Arbeiterschaft: Zwei von drei Weißen ohne College-Abschluss entschieden sich nach dem Ergebnis von Wählerumfragen für die New Yorker Senatorin. Ein ähnliches Ergebnis gab es bei Wählern mit einem Haushaltseinkommen von weniger als 50.000 Dollar (31.400 Euro) im Jahr. Zu Clintons Wählern gehörten auch überproportional viele Katholiken, Gewerkschafter sowie Besitzer von Schusswaffen.
Obama erhielt die Stimmen von 90 Prozent der Schwarzen, die in Pennsylvania aber nur einen Anteil von einem Siebtel der Bevölkerung stellen. Wichtigstes Wahlkampfthema war die Entwicklung der Wirtschaft. Mehr als 80 Prozent der Wähler waren der Auffassung, dass sich die USA bereits in einer Rezession befinden. Bei der Frage nach dem Kandidaten mit der besten Wirtschaftskompetenz hatte Clinton einen leichten Vorsprung vor Obama.
Nach Pennsylvania noch Vorwahlen in sieben Staaten
Im Anschluss an die Vorwahl in Pennsylvania stehen bei den Demokraten bis zum 3. Juni noch Entscheidungen in sieben Staaten sowie auf den Inseln Puerto Rico und Guam an. Dabei ist Clinton in West Virginia und Kentucky favorisiert, während Obama in North Carolina, Oregon und South Dakota die besten Chancen hat. In den beiden Staaten Indiana und Montana ist noch keine klare Tendenz erkennbar.
In Pennsylvania ging es um 158 Delegiertenstimmen, die nach dem Ergebnis der Vorwahl proportional auf beide Bewerber aufgeteilt werden. Obama hatte zuvor 1.648 Delegierte, Clinton 1.509. Darin sind auch die Stimmen der sogenannten Superdelegierten enthalten, soweit diese sich auf einen der beiden Bewerber festgelegt haben. Die Superdelegierten können beim Nominierungsparteitag der Demokraten im August frei entscheiden, ohne auf das Ergebnis ihrer Herkunftsstaates festgelegt zu sein. Es gilt mittlerweile als nahezu ausgeschlossen, dass einer der beiden Bewerber vor dem Nominierungsparteitag Ende August in Denver die erforderliche Delegiertenzahl von 2.025 erreichen kann.
Bei den Republikanern hat Senator John McCain die Präsidentschaftskandidatur schon so gut wie sicher. Er gewann bei der Vorwahl der Republikaner in Pennsylvania 73 Prozent der Stimmen. Andere Bewerber standen zwar noch auf dem Stimmzettel, sind aber bereits aus dem Rennen ausgeschieden.
Die Wähler entscheiden am 4. November, wer Nachfolger von Präsident George W. Bush werden soll. Die Amtsübergabe findet am 20. Januar 2009 statt.














