Der Nato-Gipfel in Bukarest ist zu Ende gegangen und er hat sich als der prognostizierte Gipfel des Übergangs erwiesen. Gleichwohl sind dort einige Dinge sichtbar geworden, die für die Zukunft Europas und des transatlantischen Bündnisses von erheblicher Bedeutung sein werden. Deshalb verdient der Gipfel von Bukarest eine genauere Nachbetrachtung.
Afghanistan und die Erweiterung der Nato um die Ukraine und Georgien waren die beiden entscheidenden Punkte der umfänglichen Tagesordnung des Nato-Gipfels, denn dabei ging es nicht nur um die Sache, sondern auch um die Zukunftsfähigkeit des transatlantischen Bündnisses als solchem.
Die Aufnahme von Albanien und Kroatien war bereits zuvor Konsens gewesen. Der quälende Namensstreit zwischen Griechenland und Mazedonien, der die ansonsten ebenfalls unstrittige Mitgliedschaft dieses Landes noch blockiert hatte, wird in den kommenden Monaten wohl gelöst werden. Und wieweit die Stationierung eines amerikanischen Raketenabwehrsystems in Polen und Tschechien die Beziehungen zwischen der Nato und Russland belasten wird, werden die Verhandlungen zwischen den USA und Russland entscheiden. Aber auch in dieser Frage ist Optimismus gerechtfertigt.
In den beiden zentralen Fragen aber kam es im Falle Afghanistans weder zu einer umfassenden Bestandsaufnahme, noch gar zu einer Neubestimmung der Strategie des Bündnisses. Faktisch wurde eine Entscheidung bis zum nächsten Gipfel der Nato und damit hinter die amerikanischen Präsidentschaftswahlen vertagt, allerdings mit einer kleinen und zugleich wichtigen Ausnahme.














