Gorbatschow soll es richten und im Tibet-Konflikt vermitteln.
Der Dalai Lama hat laut der Internet-Zeitung „gazeta.ru“ den letzten sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow (77) um Hilfe gebeten.
Und der zeigte sich nicht abgeneigt, diese Aufgabe zu übernehmen.
„Meiner Meinung nach kann man eine Basis für den Dialog finden“, sagte Gobatschow. Unüberlegte Schritte müssten aber vermieden werden.
Gorbatschow bekräftigte, dass der Dalai Lama, das religiöse Oberhaupt der Tibeter, die Einheit Chinas nicht infrage stelle. Der Konflikt sollte friedlich und im Rahmen eines einheitlichen Staates gelöst werden, so Gorbatschow, unter dessen Ägide 1991 die Sowjetunion aufgelöst wurde.
Ob sich die chinesische Führung auf Gespräche mit Michail Gorbatschow einlässt, ist noch nicht bekannt.
Gorbatschow und der Dalai Lama fordern seit Jahren einstimmig die Einhaltung der Menschenwürde weltweit. Zum G8-Gipfel in Heiligendamm im Sommer 2007 hatten sich die beiden Friedensnobelpreis-Träger an einem Sammelband für einen Kurswechsel hin zu einer gerechteren Globalisierung mit Beiträgen beteiligt.
Die Kernforderung des Buches: Die Menschenwürde sollte Maßstab für die Gestaltung der Globalisierungsprozesse sein und nicht der Profit.
Die Tibet-Krise und die weltweiten Anti-China-Proteste zeigen jetzt auch beim Internationale Olympische Komitee (IOC) Wirkung.
Das IOC schließt einen Abbruch des internationalen Fackellaufs für die Olympischen Spiele in Peking nicht mehr aus.
„Das ist sicher etwas, das im Exekutivrat besprochen wird“, sagte IOC-Präsident Jacques Rogge der Nachrichtenagentur AP.
Der Fackellauf war in Griechenland, in Istanbul, London und Paris von heftigen Protesten gegen die chinesische Tibetpolitik begleitet worden. Am Montag musste der Lauf in Paris sogar abgebrochen werden – die olympische Fackel war dabei zum ersten Mal in der Geschichte der Spiele der Neuzeit erloschen, allerdings aus „technischen Gründen“.
Weitere Probleme wurden am Mittwoch in San Francisco erwartet. Nach San Francisco soll die Fackel noch nach Buenos Aires in Argentinien und dann in ein Dutzend weiterer Länder reisen, bevor sie am 4. Mai nach China kommt.














